Gesundheit auf den Philippinen
Die medizinische Versorgung auf den Philippinen ist sehr unterschiedlich. Während in den großen Städten moderne Krankenhäuser und gut ausgebildete Ärzte zur Verfügung stehen, kann die Versorgung in ländlichen Regionen deutlich eingeschränkter sein. Wer auswandert oder längere Zeit im Land lebt, sollte sich deshalb frühzeitig mit dem Gesundheitssystem und der eigenen Absicherung beschäftigen.
Das Gesundheitssystem
Auf den Philippinen gibt es sowohl staatliche als auch private Krankenhäuser und Arztpraxen.
Staatliche Einrichtungen sind häufig günstiger, müssen jedoch oft eine große Zahl an Patienten versorgen. Dadurch können längere Wartezeiten und einfachere Ausstattung die Folge sein.
Private Krankenhäuser bieten in vielen Fällen einen höheren Standard, moderne Technik und kürzere Wartezeiten. Dafür sind die Behandlungskosten entsprechend höher.
Die Qualität der medizinischen Versorgung hängt daher nicht nur vom Wohnort, sondern auch von der gewählten Einrichtung ab.
Arztbesuche
Einen Facharzt aufzusuchen ist häufig einfacher als in Deutschland. Für viele Fachrichtungen ist keine Überweisung durch einen Hausarzt erforderlich.
In größeren Städten stehen Ärzte zahlreicher Fachgebiete zur Verfügung. In kleineren Orten kann das Angebot dagegen begrenzter sein, sodass für bestimmte Untersuchungen längere Anfahrten notwendig werden.
Die meisten Ärzte sprechen gut Englisch, was die Kommunikation für viele Auswanderer erleichtert.
Medikamente
Viele Medikamente sind in Apotheken frei erhältlich oder unkompliziert verfügbar. Gleichzeitig unterscheiden sich Marken, Wirkstoffe und Handelsnamen teilweise deutlich von denen in Deutschland.
Wer regelmäßig verschreibungspflichtige Medikamente benötigt, sollte sich bereits vor der Auswanderung informieren, ob diese auf den Philippinen erhältlich sind oder ob geeignete Alternativen existieren.
Gerade bei Dauermedikamenten empfiehlt sich eine gute Vorbereitung.
Krankenhäuser
In Städten wie Manila, Cebu oder Davao gibt es moderne Krankenhäuser mit hoher medizinischer Qualität. Viele Einrichtungen verfügen über internationale Standards und behandeln auch ausländische Patienten.
In ländlichen Regionen kann das Angebot jedoch deutlich eingeschränkter sein. Für komplizierte Operationen oder spezielle Behandlungen ist manchmal eine Verlegung in eine größere Stadt erforderlich.
Vor einer stationären Aufnahme verlangen private Krankenhäuser häufig eine Kostenübernahme durch die Krankenversicherung oder eine entsprechende Vorauszahlung.
Prävention
Durch das tropische Klima gelten auf den Philippinen teilweise andere gesundheitliche Risiken als in Europa.
Einige einfache Maßnahmen können helfen, Erkrankungen vorzubeugen:
- ausreichend trinken
- Sonnenschutz verwenden
- Mückenschutz nutzen
- auf Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene achten
- empfohlene Impfungen prüfen
Auch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bleiben im Ausland wichtig und sollten nicht vernachlässigt werden.
Krankenversicherung
Eine gute Krankenversicherung gehört zu den wichtigsten Vorbereitungen für eine Auswanderung.
Je nach Aufenthaltsdauer, Alter und persönlicher Situation kommen unterschiedliche Lösungen infrage. Während einige Auswanderer internationale Krankenversicherungen nutzen, entscheiden sich andere später zusätzlich für eine philippinische Versicherung.
Welche Variante sinnvoll ist, hängt immer von den individuellen Bedürfnissen und der persönlichen Lebensplanung ab.
Unser Fazit
Die medizinische Versorgung auf den Philippinen kann sehr gut sein – allerdings nicht überall. Wer sich rechtzeitig informiert, eine passende Krankenversicherung abschließt und einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet, ist für den Alltag und auch für medizinische Notfälle deutlich besser vorbereitet.
In der Premium-Ausgabe erklären wir ausführlich, welche Krankenversicherungen für Auswanderer infrage kommen, mit welchen Behandlungskosten du rechnen solltest, welche Krankenhäuser besonders empfehlenswert sind, welche Impfungen sinnvoll sein können und wie du dich im medizinischen Notfall richtig verhältst.
